Der ehemalige Vorsitzende Alfons Beuter hat 1958 seinen Söhnen zu Weihnachten Musikinstrumente kleineren Maßstabes gekauft und geschenkt. Beuter selbst war immer schon von dem Gedanken beseelt gewesen, ein Blechblasinstrument spielen zu können. So kam es, daß nicht seine Kinder, sondern er selbst zusammen mit seinem Freund Karl Bürkle sich dieser besagten Blasinstrumente (Trompete) bedienten. Dies war unumstritten der Grundstein der Musikkapelle bzw. des heutigen Musikvereins. Als sich erste Erfolge beim Blasen und beim Üben von Beuter und Bürkle abzeichneten, gesellte sich ein dritter Musikus hinzu. Es war der unmittelbare Nachbar von Alfons Beuter, mit namens Ulrich Hilsmann (Flügelhorn). Fast täglich nahmen sie ihre Instrumente im Rucksack verstaut mit an ihren Arbeitsplatz in die Waldungen von Freiherr von Ow nach Wachendorf. In der Mittagspause wurde fleißig geübt und zweimal die Woche nach Feierabend begab man sich zu dem in der Zwischen¬zeit bereits ausfündig gemachten Dirigenten des Musikvereins Wachendorf, Franz Steinmetz. Er nahm sich der Sache an und führte dieses Trio in Theorie und Praxis des Musizierens ein. Unter den Dreien herrschte bald Freude darüber, einige Lieder schon zweistimmig intonieren zu können. Alfons Beuter und Karl Bürkle gingen nunmehr mit dem Gedanken um, weitere Musikinteressenten zu gewinnen, um letztlich eine Musikkapelle zusammen¬stellen zu können. Im Mai 1959 war es dann soweit. Weitere 13 Musikinteressenten scharten sich dazu. So konnte man im selben Monat Musikinstrumente für eine komplette Besetzung bestellen und anschaffen. Die Probenarbeit wurde sofort mit Dirigent Franz Steinmetz aus Wachendorf aufgenommen.

Am 24. Juni 1959 wurde dann die Gründungsversammlung im Gasthaus zur “Rose“ abgehalten. Es wurde eine Vorstandschaft gebildet mit folgenden Personen: 1. Vorsitzender Anton Albus, 2. Vorsitzender Alfons Beuter, Schriftführer Karl Bürkle, Kassierer Friedrich Hilsmann, Dirigent Franz Steinmetz. Ausschußmit¬glieder: Philipp Beuter, Heinz Wolfram, Hauptlehrer Ewald Volm, Albert Waldmann und Hermann Bailer. Weitere Gründungsmitglieder waren: Max Leins, Konrad Leins, Bruno Leins, Ulrich Hilsmann, Walter Eberhart, Josef Albus, Walter Schmid, Hermann Rehm, Günter Waldmann und Norbert Stehle. In Bietenhausen hat bisher noch keine Musikkapelle bestanden. So kam es auch, dass sämtliche Instrumente mit Ausnahme von Tuba (Bass), der großen und kleinen Trommel, von den einzelnen Musikern selbst finanziert worden sind. Die eben genannten großen Instrumente sind von einem Gelderlös einer reichhaltigen Getreidesammlung aus der Einwohnerschaft von Bietenhausen finanziert worden. Die Probenarbeit lief flott voran. Man hatte es sehr eilig, um endlich öffentlich auftreten zu können. Die Hochzeit der Eheleute Georg Eggenweiler und Erika geb. Fahrner hat die Musik¬kapelle Bietenhausen am 18.04.1960 musikalisch umrahmt; es war die erste öffentliche Hochzeit, die die Kapelle ausrichtete.

Erste Uniformen: Ende Mai/Anfang Juni 1960 hat man von der Musikkapelle Rangendingen, wohl schon abgetragen, die erste Uniformen günstig erwerben können. Weiße Jacke, schwarze Schirmmütze, dazu hat man weißes Hemd, schwarze Krawatte und schwarze Hosen getragen. Die Hosen sind von jedem Aktiven selbst finanziert worden.

Erster Dirigentenwechsel: Ebenfalls im Mai/Juni 1960 fand der erste Dirigentenwechsel statt. Karl Heck aus Rangendingen, damals dort selbst Vorsitzender der Musikkapelle Rangen¬dingen, übernahm den Taktstock von Franz Steinmetz aus Wachendorf.

Weihnachtskonzert: Das erste Weihnachtskonzert unter neuer Leitung fand am 26.12.1960 im “Saalbau zur Rose“ statt unter Mitwirkung des katholischen Kirchenchores von Bietenhausen, unter ihrer Leitung von Hauptlehrer Ewald Volm. Vereinsgründung: Bei der Jahreshauptversammlung am 21. Januar 1961 unter Vorsitz von Anton Albus und im Beisein des damaligen Bezirksvorsitzenden des Bezirkes Hechingen/Sigmaringen-Hohenzollern, Herrn Josef Diebold, Starzeln, wurde die Kapelle in V E R E I N mit Satzung umfirmiert. Bei derselben Versammlung haben Vorstandswahlen stattge-funden: 1. Vorsitzender Anton Albus, 2. Vorsitzender Alfons Beuter, Schriftführer Karl Bürkle, Kassierer Friedrich Hilsmann, Dirigent Karl Heck. Ausschußmit¬glieder: Vertreter der Aktiven: Heinz Wolfram, Philipp Beuter. Vertreter der Passiven: Hauptlehrer Ewald Volm, Hermann Bailer. Ebenfalls haben sich gleichen Orts 15 Personen in die Liste der passiven Mitglieder eingetragen. Im September desselben Jahres kamen 9 und im Oktober 11 weitere Mitglieder hinzu.

Gründungsfest: Das Gründungsfest des Musikvereins wurde vom 02. bis 04. September 1961 mit großem Zelt im Starzeltal, gegenüber dem Schützenhaus, abgehalten. Ein singendes und klingendes Fest mit solchen Ausmaßen, wie es unser Dorf noch nie erlebt hat.

Kleinere Festle: In den Jahren 1964 und 1966 wurden kleinere Festle beim Schützenhaus ohne Zelt abgehalten, um die jährlich anfallen-den Vereinskosten decken zu können.

Wertungsspiel: Am 19. Juli 1964 hat der Musikverein beim Kritik- und Wertungsspiel in Killer teilgenommen. Es war dies das erste Mal sich den Wertungsrichtern zu stellen. Als Erinnerung gab es eine Urkunde mit Lorbeerkranz.

Neue Uniformen: Die zweiten Uniformen, marineblaue Jacke und gleichfarbige Schirmmütze, wurden im Frühjahr 1964 in Auftrag gegeben und am 27. Mai an die Musiker ausgegeben. Hosen und Krawatte sind von der vorher getragenen Uniform hierfür über-nommen worden. Im Frühjahr 1970 hat man sich eine sogenannte Sommeruni-form zugelegt, bestehend aus einer grünen Weste (Trachten-form), weinrote Krawatte zu weißem Hemd und Hut als passende Kopfbedeckung.

Vorstandswechsel: Der seit Gründung der Musikkapelle bzw. Verein amtierende erste Vorsitzende Anton Albus hat bei der Hauptversammlung im Jahr 1969 sein Amt als Vorsitzender aus Altersgründen niedergelegt. Die Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse: 1. Vorsitzender Alfons Beuter, 2. Vorsitzender Friedrich Hils-mann, Schriftführer Konrad Leins, er rückte für Karl Bürkle nach, der bereits ein Jahr zuvor aus zeitlichen Gründen das Schriftführeramt niederlegte. Kassierer wurde Josef Albus, Dirigent war Karl Heck. Ausschußmitglieder: Vertreter der Aktiven: Max Leins, Heinz Wolfram; Vertreter der Passiven: Philipp Beuter, Hans Beuter (aus Hirrlingen stammend). Der Musikverein ernannte Anton Albus zu seinem Ehrenvorsitzen-den.

10-jähriges Bestehen: Unter Beteiligung vieler Gastkapellen und Vereine wurde am 2. und 3. August 1969 unter dem Motto “Musikertreffen im Starzeltal“ das 10-jährige Bestehen des Musikvereins be-gangen. 1971 wurde das Fest der Bietenhausener Vereine, unter Mitwirkung des Musikvereins, gefeiert. In den folgenden Jahren von 1972 bis 1975 wurden jeweils an Himmelfahrt (Vatertag) kleinere Festle im Pfarrgarten (Ortsmitte) unter freiem Himmel abgehalten.

Wieder neue Uniformen: Nach 12 Jahren ist es notwendig geworden, wieder neue Uniformen anzuschaffen. Eine unifarbene Uniform (Jacke, Hose) altschwäbische Tracht, dazu rote Weste und hellblaue Krawatte. An Fronleichnam 1976 hat man diese Uniform erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Fest mit großem Zelt: Vom 14. bis 16. Mai 1977 fand wiederum ein größeres Fest mit Zelt im Starzeltal, gegenüber dem Schützenhaus, unter Be-teiligung vieler Kapellen und Vereinen statt. Ein buntes Festprogramm durfte hierbei nicht fehlen, welches viele Gäste aus Nah und Fern ins Starzeltal lockte.

Jugendliche in den Musikverein: Im März 1977 konnten 12 Jugendliche zum Musizieren bewogen werden (6 Jungen und erstmalig 6 Mädchen). Rudi Schmid, aktiver Musiker, absolvierte im Frühjahr 1977 einen Dirigenten-Anwärterkurs und kurze Zeit später einen weiteren, um so gute Voraussetzungen für die Leitung dieser Jugendgruppe mit¬zubringen. Der Klarinettist und Jugendleiter Hermann Beuter erklärte sich ebenfalls bereit, die Ausbildung der Klarinettisten in der Gruppe zu übernehmen. 1979 haben sich zwei weitere Jugendliche dieser Gruppe angeschlossen.

20-jähriges Jubiläum: Mit Stolz blickte man auf das 20-jährige Bestehen des Vereins, das vom 29. Juni bis 02. Juli 1979 festlich begangen wurde. Fünf ehemalige Gründungsmit¬glieder waren beim 20. Geburts-tag noch aktiv. Sie erhielten im Laufe des Festprogrammes entsprechende Ehrungen und Auszeichnungen vom Blasmusik-verband Baden-Württemberg.

Dirigentenwechsel: Im September 1979 nahm Dirigent Karl Heck nach 20-jähriger erfolgreicher Tätigkeit Abschied von der Kapelle. Für sein lang-jähriges und pflichterfülltes Wirken beim Musikverein wurde er bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 1980 zum Ehren¬dirigenten ernannt. Für kurze Zeit (von Oktober 1979 bis Juni 1980) übernahm ein aus Österreich stammender Musiker und Dirigent namens Josef Manzeneder die musikalische Leitung. Zu Jahresbeginn 1981 wurde Hermann Bächle aus Heiligen-zimmern sein Nachfolger. Zu dieser Zeit war Hermann Bächle einer der jüngsten Dirigenten im Blasmusik-Kreisverband Zollernalb.

Junge Musikerinnen und Musiker integriert: Der neue junge Dirigent Hermann Bächle führte nicht nur die seit 1977 regelmäßig in der Turnhalle des Diasporahauses durchgeführten Weihnachtskonzerte weiter, sondern integrierte auch die inzwischen herangereiften Jugendlichen in den Klang-körper und zog Jüngere, die 1981, 1986 und 1988 dem Verein beitraten, nach.

Musikalischer Aufwärtstrend: Beim Wertungspiel in Schörzingen im Jahr 1983, errang Dirigent Bächle mit seiner Kapelle einen beachtlichen 1. Rang. In den Jahren 1984 und 1986 haben jeweils eine Jugendgruppe bei den Jugendkritikspielen mit gutem Erfolg teilgenommen. Bei der Teilnahme an der Marschmusikbewertung beim Kreisver¬bandsmusikfest im Juni 1989 in Dotternhausen, errang die Musikkapelle einen 1. Rang mit Belobigung.

25 Jahre Musikverein: Das Jahr 1984 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung und Durchführung der 25-Jahrfeier im Rahmen eines größeren Festes, das ein buntes Programm über das Wochenende 27. Juli bis 30. Juli 1984 bot und viele Gastvereine und Besucher anzog.

Jährliche Probewochenenden: Zur Kameradschaftspflege, aber insbesondere zur Vorbereitung für die jähr¬lichen Weihnachtskonzerte, begab man sich erstmalig im November 1984 in die Jugendherberge nach Alpirsbach im Schwarzwald, um ein derartiges Probenwochen-ende durchzuführen. Dirigent Bächle, ein Liebhaber und Befür-worter solcher Wochenenden, versprach sich sehr viel davon. Man besuchte noch andere Jugendherbergen im Umkreis, so zum Beispiel Burg Wildenstein ob dem Donautal 1985, ebenso die Jugendherberge Sonnenmatte bei Erpfingen 1993, aber in der Mehrzahl die Jugendherberge auf dem Lochen bei Balingen. Diese Einrichtung hat sich der Musikverein inzwischen zu einem festen Punkt im Terminkalender gemacht und wird bis heute im Wechsel (Jugendherberge/Bürgerhaus) fortgesetzt.

Führungswechsel beim Musikverein: Das Jahr 1987 begann mit einem Führungswechsel im Verein. Vorsitzender Alfons Beuter, der 18 Jahre lang den Verein führte, der zusammen mit dem schon 1980 verstorbenen Karl Bürkle den Verein aus der Taufe hob, kandidierte nicht mehr für ein Amt im Vorstand. Sein einstimmig gewählter Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorsitzende Friedrich Hilsmann und mit ihm die gesamte Vorstandschaft neu gewählt. Neben einem Pensum von Auftritten gab es noch hohe Auszeichnungen. In Würdigung seiner vielfältigen Verdienste um die Volksmusik wurde Alfons Beuter vom Blasmusikverband Baden-Württem-berg mit der Bundesfördermedaille in Gold ausgezeichnet. Wenig später bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1988 ernannte ihn der Musikverein zu seinem Ehrenvor-sitzenden.

Unerwartete Todesnachrichten: Trauer und Betroffenheit herrschte über den unerwarteten Tod von Alfons Beuter, der am 09. September 1988 an Herzver-sagen verstarb. Gut zwei Monate später am 24. November 1988 beklagte man den Tod des Musikkameraden Heinrich Pfister, der in der Kapelle ebenfalls eine große Lücke hinterließ.

30 Jahre Musikverein Bietenhausen e.V.: Das Jahr 1989 war mit Blick auf das 30-jährige Jubiläum des Vereins gerichtet, unter dem Motto “30 Jahre Volksmusik“. Es war ein größeres Fest im Starzeltal mit buntem Programm, vielen Gastvereinen und eine Vielzahl von Besuchern. Das Fest-wochenende war vom 07. bis 10. Juli 1989. Auch bei diesem Jubiläum sind wohl aktive als auch viele passive Mitglieder des Vereins mit Ehrungen und entsprechenden Auszeichnungen vom Blasmusikverband Baden-Württemberg bedacht worden.

Ausschau nach Jugendlichen: Immer wieder war man bestrebt Jugendliche für den Verein zu gewinnen. So konnte man im Jahre 1989 fünf und im Jahre 1991 zwei Jugendliche bekommen und ausgebildet werden. Sie haben sich inzwischen in die aktive Kapelle eingereiht.

Dirigentenwechsel: Zu Beginn der Sommerpause im Jahre 1990, am 09. Juli, hat der Musikverein seinen Dirigenten Hermann Bächle, nach 10-jährigem Wirken, verabschiedet. Am 06. August desselben Jahres trat Andreas Reiss aus Rangendingen seine Nachfolge an. Hermann Bächle wurde bei seiner Verabschiedung für 10-jährige Dirigententätigkeit mit der Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbandes Baden Württemberg ausgezeichnet. Unter neuer Stabführung zählte die Kapelle 40 Musikerinnen und Musiker, darunter 25 über 18 Jahren und 15 unter 18 Jahren. Ebenso waren noch vier ehemaligen Gründungsmit-glieder aktiv.

Um die Vereinskasse nicht schrumpfen zu lassen, hielt man in den Jahren 1992 und 1993 kleinere Festle, in Form von Hocketen mit kleinem Zelt, im Pfarrgarten in der Ortsmitte ab. Der Erlös aus diesen Veranstaltungen ist vorrangig für die Jugendarbeit bereitgestellt worden.

Befreundete Musikkapelle Haubersbronn bei Schorndorf: Seit 1979 unterhält der Musikverein gute freundschaftliche Beziehungen zu den Haubersbronner Dorfmusikanten, einer qualifizierten Unterhaltungskapelle aus dem Rems-Murr-Kreis. Bei den vergangenen Jubiläen, beim zwanzigsten, beim fünf-undzwanzigsten und dreißigsten Bestehen des Musikvereins, haben diese Musiker jeweils einen Programmabend ausge-richtet. In den Jahren 1982 und 1987 war der Musikverein Bietenhausen bei den dortigen Festen in Haubersbronn auf Gegenbesuch. Nach nunmehr 16 Jahren der Freundschaft, fand am Samstag, den 01. April 1995 wieder ein Treff, aber ohne Instrument, in Haubersbronn statt.

Wieder Jugendliche für den Musikverein: Um in der Jugendarbeit weiter tätig zu bleiben, konnten im März 1994, innerhalb einer Schnupperstunde, 12 Jugendliche (6 Mädchen und 6 Jungen) für das Musizieren gewonnen werden. Die Ausbildung erhalten diese Jungen und Mädchen durch die Musikschule Hechingen.

Wieder neue Uniformen: Im Laufe des Jahres 1994 sind neue Uniformen angeschafft worden, eine Halbtracht (brombeerfarbene Jacke, entsprechend karrierte Weste und schwarze Hose). Am 02. Juni 1994 (Fronleichnam) wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt.

Feuerwehrgeräte- und Bürgerhauseinweihung: Am Samstag, 18. März 1995 lud die Gemeinde durch Bürger-meister Otto Wannenmacher zur Einweihung und Übergabe des neu erstellten Feuerwehrgeräte- und Bürgerhaus zu einer Feier¬stunde ein. Die Aktiven des Musikvereins haben die musikalische Umrahmung unter der Leitung von Dirigent Andreas Reiss übernommen. Sehr viele Gäste waren geladen, darunter Landrat Willi Fischer, Bürgermeister Manfred Hofelich, Hirrlingen, Ortsvorsteher Franz Eger, Höfendorf, Oberpfarrer Wannenmacher, Pfarrer Norbert Dilger, Dr. Paul Stefan Mauz MdL, Burladingen, Architekt Peter Pfeffer, alle Gemeinderäte, Ortschaftsräte aus Höfendorf und Bietenhausen, alle Vereins-vorstände der Gesamtgemeinde. Das Diasporahaus war ver-treten durch Direktor Erich Niethammer i.R., Direktor Gerhard Jauß, Schulleiter Horst Rein und Ortsvorsteher Konrad Leins, Bietenhausen. Nach der musikalischen Eröffnung der Feier und der Begrüßung durch Bürgermeister Otto Wannenmacher kamen viele Redner zu Wort und beglückwünschten die Gemeinde und den Ortsteil Bietenhausen zum neu erstellten Feuerwehrgeräte- und Bürger-haus. Ein Gast hatte sich enorm verspätet, es war dies Dr. Paul Stefan Mauz. Nach Eintreffen seiner Person bedauerte Dr. Mauz seine Verspätung, wollte das dem Gastgeber Bürgermeister Wannenmacher telefonisch mitteilen. Das ging offensichtlich nicht, weil zu dem Zeitpunkt das neue Bürgerhaus noch keinen Telefonanschluß hatte. Diese Einbaumaßnahme wurde um¬gehend nachgeholt und so kann man seither das Feuerwehr-geräte- und Bürgerhaus unter der Nr. 07478/1377 in der Bußstraße oder Neue Straße erreichen. Nach der Schlußrede von Ortsvorsteher Konrad Leins, einigen Musikstücken vom Musikverein Bietenhausen und der offiziellen Schlüsselübergabe durch Architekt Peter Pfeffer ging die Feier zu Ende. Es folgte noch ein Imbiss mit diversen Getränken, die von der Gemeinde für die geladenen Gäste bereit gestellt wurden. Tag der offenen Tür im Feuerwehrgeräte- und Bürgerhaus: Am Sonntag, 19. März 1995 haben die Feierlichkeiten mit einem Tag der offenen Tür ihren Fortgang genommen. Ein Frühschoppen, ein reichlicher Mittagstisch, nachmittags Kaffee und Kuchen standen für diesen Sonntag im Angebot. Unzählige Besucher aus dem Ortsteil Bietenhausen, der Gesamtgemeinde Rangendingen aber auch aus der näheren Umgebung kamen nach Bietenhausen, um das neu erstellte Haus in Augenschein zu nehmen. Mitglieder aller Bietenhauserner Vereine und Gruppen haben sich für den reibungslosen Ablauf der Bewirtung verantwortlich gezeichnet. Der Musikverein spielte vor vollem Haus zur Unterhaltung auf. Der Reinerlös aus der Bewirtung wurde in einer Gemeinschaftskasse zurückbehalten unter der Verwaltung von Ortsvorsteher Konrad Leins. Hierfür ist ein Sonderkonto bei der Volksbank Hohenzollern eröffnet worden. Sowohl der Reinerlös vom Hausabbruch im Hof Nr. 9 (alte Lehrerwohnung) als auch der Reinerlös von den Bietenhausener Dorftagen, sind in diesen Fond geflossen. Aus diesen Ansammlungen von Geldern sind Anschaffungen für die Küche im Bürgerhaus getätigt worden. So z.B. ein E-Herd mit gußeiserner Pfanne mit Kippvorrichtung, eine doppelte Kaffee-maschine aus Edelstahl u. a. mehr, um nur einiges zu nennen. Was die Bietenhausener Vereinsgemeinschaft hierfür geleistet hat, gibt es wohl nirgendwo in der Umgebung, gehört doch die Einrichtung der Gemeinde. Ebenso sind die Kosten und Auslagen von Herrn Erich Niethammer für die Fotoausstellung an den Dorftagen aus der Sonderkasse beglichen worden. Der Rest sind der “Vereinsgemeinschaft Bietenhausen“ aufgeteilt ausbezahlt worden. Das Sonderkonto bei der Volksbank Hohenzollern wurde somit aufgelöst. Es soll noch erwähnt sein: Für beide Festtage wurde beim Aufbau und Bestuhlung von Bauhofmitarbeitern aus Rangen-dingen ein Podium aufgebaut. Es waren Elementteile einer Tribüne von der Festhalle aus Rangendingen. Am Montag-morgen, 20. März 1995, beim Abbau dieser Tribüne, konnte mancher Helfer selbst verspüren, wie gewichtig jedes Teil der Tribüne war bzw. ist. Seit diesem Zeitpunkt ist bei keiner Veranstaltung im Bürgerhaus eine solche Tribüne auf- oder abgebaut worden.

Neuer Proberaum im Bürgerhaus: Nachdem am 18. und 19. März 1995 das neue Bürgerhaus seiner Bestimmung übergeben war, konnten die Aktiven des Musikvereins, etwa 6 Wochen nach der offiziellen Einweihung, an einem Donnerstagabend (Probeabend) in einer Schnellum-zugsaktion, d. h. Notenständer, Notenmappe und natürlich mit Instrument, das neue Domizil in Besitz nehmen. Möglich wurde der spontane Umzug deshalb, weil der damalige amtierende Ortsvorsteher Konrad Leins, selbst aktiver Musiker, einen Schlüssel für das neue Haus bei sich hatte und uns übrigen Musikerinnen und Musiker samt Dirigent Andreas Reiss, inzwischen in Hirrlingen wohnend, Einlaß gewähren konnte. Gegen 20:20 Uhr konnte dann am besagten Donnerstag, den 27. April 1995 mit der Musikprobe begonnen werden. Mit dem Umzug vom alten in den neuen Proberaum war es noch lange nicht abgetan. Einige Wochenenden und Samstage sind not-wendig geworden, um Arbeitseinsätze von den Aktiven ab-zuverlangen. Eine Räumlichkeit über der Küche im neuen Bürgerhaus mußte hergerichtet werden. Eine Bretterver-schalung wurde angebracht, Dachschräge, Isolierung und Steckdosen waren vorhanden. Ein Stück Kabel hinter die Schalung an der Decke für etwaige PVC-Lampen mußte noch eingezogen werden. Ein Linoleum-Boden auf bestehenden Spanplatten ist ebenfalls geklebt und verlegt worden unter der Leitung von Maler Manfred Eberhart . Die Anlieferung und Ver-schweißung des Linoleums wurde von Bodenlegermeister Matthias Biesinger, Hirrlingen, ausgeführt und verarbeitet. Die Kosten für alle Materialien zum Ausbau des Raumes sind von der Gemeinde übernommen worden. Dieser dachschräge Raum kann nur über eine abnehmbare Treppe erreicht und verlassen werden. Übrigens: Die Treppe für den Abstell- oder Lagerraum ist von Zimmermeister Konrad Leins angefertigt und angebracht worden. Die Lampen im Raum, welche im Nebenraum des alten Proberaumes “Uhu“ schon hingen und hierher übernommen wurden, sind vom verstorbenen Musik-kamerad Heinrich Pfister besorgt worden; etwa im laufenden Jahr 1988. Für alles Notenmaterial, abgelegte Akten, Ordner und anderes mehr, sind Schränke von Schreiner Franz Beuter angefertigt worden. Die Kosten für Materialien, die hierzu benötigt worden sind sowie auch der Uniformenschrank im Treppenhaus, sind von der Vereinskasse des Musikvereins beglichen worden. In der neu eingerichteten Räumlichkeit sind anfänglich auch Sitzungen des Vereinsausschuß abgehalten worden, wobei es von der Anzahl der Sitzungsteilnehmer her sehr eng einherging. Unter der Regie vom 1. Vorsitzenden Friedrich Hilsmann sind innerhalb seiner Amtszeit beide Räumlichkeiten sowohl die Anbringung der Decken- und Wandverschalung mit Isolierung des Nebenraumes beim alten Proberaum als auch, wie in diesem Bericht angeführt, der neue Abstell- und Ablegeraum ausgebaut und hergerichtet worden.

Haubersbronner Dorfmusikanten: Wie schon mehrfach in diesem Bericht aus der “Vereinschronik des Musikvereins Bietenhausen“ zu lesen ist, unterhält der Musikverein enge freundschaftliche Beziehungen zu den “Frisch Auf“ Haubersbronner Dorfmusikanten in Schorndorf-Haubers¬bronn. Dem Protokollbuch des Musikvereins Bietenhausen ist zu entnehmen, daß die Aktiven des Musikvereins am 30. Juni 1996 beim historischen Festumzug in Haubersbronn teilgenommen haben. Dieses Fest war dem Ortsteil Haubersbronn zugedacht und ist – was den Wirtschaftsbetrieb angeht – von den dortigen Vereinen ausgerichtet worden.

In Haubersbronn am 01.04.1995 ohne Instrument: Eine entsprechende Urkunde ist am selbigen Nachmittag im Festzelt zwecks Teilnahme am historischen Umzug durch den Ortsvorsteher von Haubersbronn an den Musikverein Bieten-hausen verliehen worden. Ein letztes Mal waren unsere Freunde aus Haubersbronn bei der Hockete des MVB im Pfarrgarten am 13./14. Juni 1998 zu Gast. Sie bestritten musikalisch den Frühschoppen am Sonntagvormittag, 14. Juni 1998, von 11:00 bis 13:00 Uhr. Am Nachmittag gegen 16:00 Uhr verab¬schiedeten sich die Haubersbronner Musikanten von den Aktiven des Musikvereins und traten ihre Heimreise an. Von diesem Zeitpunkt an hat man nichts mehr voneinander gehört. Ob die Haubersbronner Dorfmusikanten noch existieren, ist Ungewiss.

100 Jahre Diaspora und evangelische Heimschule: Am Samstag, den 08. Juli 1995 vormittags begannen die Feierlichkeiten auf Einladung der Heimleitung in der Turnhalle des Diasporahauses mit Eröffnung und Begrüßung durch den Leiter des Hauses, Direktor Gerhard Jauß, für geladene Gäste. Anwesend waren um nur einige zu nennen: Landrat Willi Fischer, Bürgermeister Otto Wannenmacher, Ortsvorsteher Konrad Leins mit Ortschaftsrat, Direktor Erich Niethammer a.D. mit Frau Margarete, alle Vorsitzenden der Bietenhausener Vereine und Gruppen, die Lehrerschaft, Erzieherinnen und Erzieher sowie alle MitarbeiterInnen der evangelischen Heimschule. Direktor Niethammer hat in seiner Rede u.a. die Vorgeschichte, die Geschichte und den Werdegang von 1895 bis 1995 in bewährter Manier Revue passieren lassen. Am Samstag darauf, 15. Juli 1995, ebenfalls vormittags, gab es noch einmal einen geschichtlichen Vortrag für die Ein-wohnerschaft von Bietenhausen. Am Sonntag, 09. Juli 1995, Tag der offenen Tür, sind die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst und einem zünftigen Frühschoppen fortgesetzt worden. Ein Mittagstisch durfte ebenfalls nicht fehlen, serviert aus der Küche des Diaspora-hauses. Sowohl am Vormittag, beim Mittagstisch und am Nachmittag haben wiederum zahlreiche Besucher aus nah und fern der Einladung des Diasporahauses Folge geleistet. Die Bietenhausener Vereine haben ihre Unterstützung und ihre Mithilfe an den Verkaufsständen zugesichert. Im Angebot standen neben diversen Getränken Würste und Steaks vom Grill. Der Verkaufsstand der Bietenhausener Vereine befand sich vor dem Scheunengebäude von Arnold Albus, Rottenburger Str. 1. Die Aktiven des Musikvereins haben sich auf dem Gelände gegenüber plaziert, es ist der Parkplatz der zum Kindergarten Bietenhausen gehört. Somit hatten die Musikerinnen und Musiker alle Festgäste im Auge und konnten mit ihrem musikalischen Beitrag viele Besucher an diesem Nachmittag erfreuen. Es soll noch erwähnt sein, daß die Theke/Ver-kaufsstand von Ausschußmitglied Werner Albus eigens für den Musikverein Bietenhausen geschaffen und angefertigt wurde. Aus Eisenteile (U-Eisen), welche dem Schrotthändler zugedacht waren, hat sich Werner Albus durch zusammenschweißen einige Bauteile für besagte Theke zusammengefügt. Zur Hockete des Musikvereins am 01. und 02. Juli 1995 im Zelt im Pfarrgarten, konnte diese Theke ein erstes Mal zusammengebaut und aufgestellt werden.

Bietenhausener Dorffest mit 750 Jahrfeier 1246 – 1996: Schon im laufenden Jahr 1995 begann man mit den Vorbe-reitungen für dieses historische Ereignis. Es wurde ein Festausschuß ins Leben gerufen, bestehend aus den 1. und 2. Vorsitzenden der örtlichen Vereine und Gruppen unter Vorsitz von Bürgermeister Otto Wannenmacher nebst Ortsvorsteher Konrad Leins. Das Diasporahaus war durch Direktor Gerhard Jauß, Schulleiter Horst Rein sowie Direktor i.R. Erich Niethammer vertreten. Auch der Jugendraum und der Fischerverein sind in das Gremium mit eingebunden worden. Etliche Sitzungen sind im Vorfeld hierfür abgehalten worden. Ebenso etliche detaillierte Aufgaben und Sachgebiete sind schon den einzelnen Vereinen/Gruppen zugeordnet und anver-traut worden. Am 14.und 15. September 1996 sollte das Dorffest abgehalten werden. Doch es kam alles anders. Ein Historiker aus Empfingen hatte in einem Brief an die Gemeindeverwaltung Rangendingen berichtet, daß die Jahreszahl der Ersterwähnung von Bietenhausen nämlich 1246 nicht stimme, sondern der Ortschaft Bettenhausen im Glatttal (Kreis Freudenstadt) zugeordnet werden müsse. Falls das Dorffest doch stattfände, würde er (der Historiker) in der Tagespresse einen entsprechenden Bericht der weiten und interessierten Leserschaft zugänglich machen, um so die Gemeinde Rangendingen und nicht zuletzt den Ortsteil Bietenhausen öffentlich zu blamieren. Aus diesen Gegebenheiten heraus hat der Vorsitzende des Festausschuß Bürgermeister Otto Wannenmacher empfohlen, den Festtermin und das Dorffest als solches fallen zu lassen. Doch nicht ganz. Die Vorbereitungen für das Dorffest waren schon so weit vorangeschritten gewesen, daß die Vorausarbeit einiger Akteure vom Festgremium, bis zum besagten Brief vom Historiker an die Gemeinde, es äußerst schade fanden. Man entschloß sich nun, unter Vorsitz von Ortsvorsteher Konrad Leins, das Motto: “Dorffest 750 Jahre Bietenhausen“ in “Bietenhausener Dorftage“ ohne Jahreszahlen, umzuwandeln. Doch damit waren die Arbeitssitzungen des Festkomitees noch lange nicht zu Ende, sondern man traf Vorbereitungen für die neuen Feierlichkeiten. Die Bietenhausener Dorftage fanden dann in den Räumlichkeiten des Bürgerhauses am 09. und 10. November 1996 statt.

Bietenhausener Dorftage am 09. und 10. November 1996: Mit einem vielfältigen und interessanten Programm beging man die Bietenhausener Dorftage am 09. und 10. November 1996. Für den Samstagabend, 20:00 Uhr, musikalische Eröffnung durch den Musikverein Bietenhausen unter der Leitung von Dirigent Andreas Reiss. Begrüßungsworte wurden durch Bürgermeister Otto Wannenmacher und Ortsvorsteher Konrad Leins ausgesprochen. Wie zu erwarten war, war der Bürgersaal bis auf den letzten Platz besetzt. Besucher, natürlich aus Bietenhausen, aber auch aus Rangendingen, Höfendorf und Hirrlingen machten an diesem Samstagabend ihre Aufwartung. Herr Direktor Niethammer hatte die Hauptaufgabe an diesem Abend zu bewältigen, nämlich den geschichtlichen Vortrag aus vergangener Zeit aus Bietenhausen dem gespannten Publikum näher zu bringen. Mit viel Mühe und Zeitopfer hat Herr Direktor Erich Niethammer es auf sich genommen, wertvolles Material für seinen Vortrag im Archiv in Sigmaringen zusammen zu tragen; aber auch aus der Pfarrchronik von Bietenhausen oder gar Ortschronik, noch interessantes zu finden oder aufzuspüren für seine Rede. Herr Niethammer sammelte auch alte Fotos und Bilder, soweit vorhanden, aus Bietenhausener Familien. Es waren überwiegend Fotos aus den 20ger, 30ger, 40ger und 50ger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ein Bild fiel sehr ins Auge. Ein Foto mit einer Soldatengruppe aus den Kriegsjahren 1870/71 (Deutschland/Frankreich). Ein Bietenhausener Soldat wurde darauf erkannt, mit Namen Engelbert Beuter, wohnhaft in der Staig, heute Talstraße. Mit den vielen Bildern gelang es Herrn Niethammer, zusammen mit seiner Hilfskraft Gabriele Strobel vom Diasporahaus, eine hoch interessante Fotoaus-stellung vorzuzeigen. Alle Fotos sind mit einem entsprechenden Text bzw. Erläuterung ausgestattet gewesen. Um noch einmal auf den Geschichtsvortrag von Herrn Niethammer zurück zu kommen, handelte es sich vorwiegend aus der Zeit zwischen 1840, also die Kaiserzeit, aber auch nach der Revolutionszeit von 1847 und 1848, als die von Hohenzollern Hechingen ihre Regentschaft an ihre Vettern oder Verwandten an Preußen abgaben. Somit wurde auch Bietenhausen um 1860 herum preußisch. Ein eifriger Schreiber für die Bietenhausener Ortschronik war Bürgermeister Paul Beuter. Er hatte sein Amt 36 Jahre lang inne. Die Pfarrchronik ist vom damaligen Pfarrer Ägidius Stehle, Pfarrer von 1858 bis 1869 in Bietenhausen, fortgeschrieben worden. Alle vorher und früher aufgezeichneten Geschehnisse und Daten sind bei der Feuersbrunst am 31. März 1790 den Flammen zum Opfer gefallen. Außerdem sind innerhalb von 2 Stunden 33 Häuser vom Feuer vernichtet worden. Mit Sorgfalt und Präzession hat Herr Niethammer seinen Geschichtsvortrag den Zuhörern im Bürgerhaus näher bringen können. Damit war auch der erste und offizielle Teil der Bietenhausener Dorftage beendet.

Am Sonntag, 10. November 1996 stand ganz im Zeichen der Foto- und Bilderausstellung. Die Bietenhausener Vereine und Gruppen sorgten den ganzen Sonntag über dafür, den unzähligen Gästen, darunter auch auswärts wohnenden Bieten¬häusener, für das leibliche Wohl. Die Aktiven des Musikvereins hatten die Aufgabe, die Besucher aus nah und fern musikalisch zu unterhalten. Die Bildtafeln oder Bildwände mit den Fotos waren in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr ausge¬stellt. Viel des Lobes und Bewunderung durften die Macher der Bietenhausener Dorftage einheimsen, die Besucher waren sehr zu frieden. Am darauf folgenden Sonntagnachmittag, 17. November 1996 stand die Tür im Bürgerhaus noch einmal offen, aber ohne Bewirtung. Einige Besucher oder Spaziergänger aus der Einwohnerschaft von Bietenhausen wollten und konnten in aller Seelenruhe die interessanten Fotos und Bilder noch einmal in Augenschein nehmen. Die Bildertafeln mit den Fotos sind von den Räumlichkeiten der Feuerwehr Bietenhausen in den Bürgersaal umgestellt und in zweier oder dreier Reihen aufgebaut worden. Die Aktiven des Musikvereins sind ebenfalls noch an drei oder vier Probeabenden in den Genuß der verlängerten Bilderausstellung gekommen bis endgültig zum 2. Advent, 08. Dezember 1996, anläßlich des Seniorennach-mittages alle Fotos und Bilder abgehängt und eingesammelt worden sind.

Dirigentenwechsel im Jahre 1997: In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1997 im Gasthaus zur “Sonne“ in Bietenhausen, unter Punkt 6 der Tagesordnung: Bericht des Dirigenten, kündigte Dirigent Andreas Reiss aus Hirrlingen an, seine Dirigententätigkeit beim Musikverein Bietenhausen bis zur Sommerpause 1997 zu beenden. Nach Ende der Fasnacht 1997 hat man durch Anzeigen in der Presse, so in der Hohenzollerischen Zeitung, im Schwäbischen Tagblatt, regional “Rottenburger Post“ und in der Musikerzeitung “Forte“ eine entsprechende Anzeige für die Dirigentenstelle aufgegeben. Es dauerte fast 2 ½ Monate bis sich jemand mel¬dete. Ein Bernhard Renner aus Rottenburg-Seebronn hat sich telefonisch angekündigt, die Stabführung beim Musikverein Bietenhausen zu übernehmen. Ein weiterer Kandidat hat sich ebenfalls gemeldet. Ein Musiklehrer, Posaune, namens Micea Piciu aus Bodelshausen, ein Rumäne. Man entschied sich aber für Bernhard Renner, Seebronn, der über die D- und C-Lehrgänge seine musikalischen Fähigkeiten erworben hat. Am Freitag, 28. August 1997 hat er seine erste Musikprobe beim MV Bietenhausen absolviert. Die letzte Musikprobe mit Andreas Reiss fand am Donnerstag, 24. Juli 1997 statt. Etwa 1 Stunde hat die Probe noch gedauert. Anschließend fand die offizielle Verabschiedung aller an¬wesenden Musiker statt. Bei einem Umtrunk und einem Vesper hat der erste Vorsitzende Friedrich Hilsmann das 7-jährige Wirken von Andreas Reiss als musikalischen Leiter beim MVB Revue passieren lassen, dankte ihm für sein Engagement und überreichte ihm ein Geschenk des MVB in Form eines Gutscheines, den er nach seiner Wahl bei Goldschmid Jürgen Bidlingmaier, Am Rain 6, Hechingen, einlösen konnte. Somit war die Ära Reiss beim Musikverein Bietenhausen beendet.

Wechsel in der Vorstandschaft im Jahre 1999: Bei der Jahreshauptversammlung am 29. Januar 1999, welche im Gasthaus zur “Sonne“ in Bietenhausen abgehalten wurde, standen unter dem Punkt 11 der Tagesordnung Neuwahlen der Gesamtvorstandschaft an. Der bisherige Vorsitzende Friedrich Hilsmann stellte sein Amt zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde Roland Strie zum ersten Vorsitzenden des Musikvereins gewählt. Roland Strie, Kraftfahrer, kam 1993 mit seiner Familie nach Bietenhausen. Von Neuhaus im Aichtal kommend, hat er sich in Bietenhausen häuslich niedergelassen. In Neuhaus im Aichtal schon aktiver Musiker, ist er 1995 beim Musikverein Bietenhausen in die Reihen der Aktiven getreten. Bei der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1996 ist er zusammen mit Willi Bailer als Notenwart für 3 Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Zum stellvertretenden Vorsitzenden hat die Versammlung den bisherigen 2. Vorsitzenden Hermann Beuter gewählt. Das Amt des Kassierers übernahm Siegbert Albus von seinem Onkel Josef Albus, der dieses Amt 30 Jahre lang inne hatte. Die Stelle des Schriftführers/in hat Susanne Rettig von Gertrud Teller übernommen. Gertrud Teller hat dieses Amt 3 Jahre lang ausgeübt. Zum Jugendleiter wurde Tobias Beuter, zum stellvertretenden Jugendleiter Roland Leins bestellt. Die Stelle der Beisitzer für die aktiven Musiker sind von Jürgen Leins und Franz Beuter, für die Beisitzer der passiven Mitglieder Werner Albus und Manfred Beiter besetzt worden. Als Notenwart wurde Günter Leins damit vertraut gemacht (ab Januar 2001 zusätzlich Angelika Dehner). Das Amt der Kassenprüfer haben von den bisherigen Prüfern Helmut Kelm und Berthold Beuter Arnold Albus und Wilhelm Bieger übernommen.

40 Jahre Musikverein Bietenhausen e.V. Jubiläumsjahr 1999: Mit einem Kirchenkonzert am Sonntag, 9. Mai in der St. Agatha-Kirche in Bietenhausen, haben die Festlichkeiten zum Jubiläumsjahr begonnen. Als Gastverein hat man sich den Männergesangverein Nordstetten zu sich eingeladen. Um einige Musikstücke zu nennen sind unter anderem: Die Himmel rühmen, Choral and Beat, Näher mein Gott zu Dir unter der Leitung von Dirigent Bernhard Renner zur Aufführung gekommen. Beim MGV Nordstetten war es der Schlußchoral “Ich bete an die Macht der Liebe“ der zu Gehör gebracht wurde. So weit die Erinnerungen an den sonntäglichen Spät-nach-mittag. Die Zuhörerzahl hätte weitaus besser sein dürfen, zumal die musikalischen Vorbereitungen für dieses Kirchen-konzert, genauso viel Zeitopfer für die Aufführenden gekostet haben. Nach den Aufführungen begaben sich beide Vereine ins Gasthaus zur “Sonne“ und ließen den Tag bei Gesprächen, Getränken und einem guten Vesper, serviert von der Familie Bieger, ausklingen.

40 Jahre MV Bietenhausen e.V., Hockete im Pfarrgarten: Seit dem 30-jährigen Bestehen des Musikvereins Bietenhausen, das vom 07. bis 10. Juli 1989 mit großem Zelt der Firma Schimpf, Kronenbrauerei, Remmingsheim, stattfand, konzen¬trierte man sich alle 2 Jahre eine Hockete mit kleinerem Zelt im Pfarrgarten in der Dorfmitte abzuhalten. Diese Reihenfolge der Hocketen wurde bis 1997 so beibehalten. Ab 1998 ging man dazu über jährlich eine solche Festivität zu veranstalten. So wurde auch zum 40-jährigen Vereinsjubiläum im Pfarrgarten ein Zelt in der Größe 8 x 22 m mit Anbau aufgeschlagen. 15 bis 17 Zeltgarnituren können freizügig aufgestellt werden. Eine Tribüne ist ebenfalls vorhanden. Die Jubiläumshockete fand schließlich am 18. bis 20. Juni 1999 im Pfarrgarten statt. Der Freitagabend begann gegen 21:00 Uhr mit einer Disco, Musik von CD´s aus dem Player für junge Leute und für Besucher, die sich ebenso Jung fühlten. Samstag, 19. Juni 1999 ab 16:00 Uhr Dämmer- oder Feierabendschoppen. Ab 20:00 Uhr Programmabend mit befreundeten Musikvereinen aus der Umgebung. Im Programm mit eingebaut war eine musikalische Modenschau. Die einzelnen Instrumente, welche in einer Blaskapelle vorherrschen, wurden in entsprechenden Kleider¬formen und Design dem gespannten Publikum vorgestellt. Als Models fungierten junge aktive Musikerinnen des Musikvereins. Verantwortlich für diesen Programmteil zeichnete sich die aktive Musikerin Gertrud Teller, Owingen, aus. Sowohl für die Anleitung zur schöpferischen Gestaltung der Kleidungen als auch der Moderation hat sich Gertrud Teller besonders hervorgetan. Der Moderatorin und den Models spendeten die Festbesucher reichlichen Beifall. Wie in diesem Bericht schon erwähnt, haben am Samstagabend vor der Modenschau der MV Hemmendorf und nach der musikalischen Modenschau der MV Erlaheim zur Unterhaltung aufgespielt. Der Sonntag, 20. Juni 1999 begann mit einem musikalischen Frühschoppen ab 10:45 Uhr mit dem MV Lyra Bittelbronn. Am Sonntagnachmittag ab 14:00 Uhr hatten der MV Seebronn und der MV Heiligenzimmern ihren Auftritt. Den Schluß bis gegen 19:00 Uhr erfreute die Musikkapelle Höfendorf die Festgäste. Das Jubiläumsjahr 1999 endete mit dem Jahreskonzert am 18. Dezember in der Turnhalle des Diasporahauses.

Im Jahr 2000 wieder um Jugendliche für den Musikverein ge-worben: Am Sonntag, 18. März 2000 veranstaltete der MV Bietenhausen eine Schnupperstunde für Jugendliche im Bürgerhaus. Einige junge Leute konnten als interessierte Musiker für den Verein gewonnen werden, insbesondere Klarinetten, welche immer wieder Mangelware beim Musikverein Bietenhausen sind, haben sich für dieses Instrument entschieden. Angeleitet und ausgebildet werden sie von Klarinettistin Gertrud Teller. Auch etliche jüngere Kinder konnten für eine erste Blockflötengruppe zusammengestellt werden. Die Ausbildung hierfür haben Heidi Wütz und Sabine Leins übernommen. Weiterhin werden Jungmusiker für Trompete und Posaune von Lehrern der Musikschule Hechingen ausgebildet. Bei einer Schnupperstunde im Juli 2001 konnten 8 Mädchen für eine Blockflötengruppe gewonnen werden. Von diesen spielen seit November 2003 3 Mädchen Querflöte und ein Mädchen Klarinette. 1 Jugendlicher konnte für das Flügelhorn begeistert werden. Bei einer Schnupperstunde im Juli 2002 gabs keine Blockflötengruppe, jedoch konnten zwei Jugendliche an ein Instrument herangeführt werden. Bei einer Schnupperstunde im Juli 2003 konnten 8 Blockflötenkinder (5 Buben, 3 Mädchen) gewonnen werden.

Wertungsspiel am 08. Juli 2000 in Obernheim in “Mittelstufe“: Im Jahr 2000 kam die Anregung an einem Wertungsspiel teilzunehmen. Unter der Stabführung von Dirigent Bernhard Renner bereitete man sich auf dieses Ereignis vor. Am Samstag, 08. Juli 2000 war es dann so weit. Man stellte sich in Obernheim den Wertungsrichtern. Die Note “befriedigend“ war das Ergebnis. Mit etwas getrübter Stimmung nahm man es gelassen hin und traten wieder den Heimweg an. Mit Wertungspielen hatte der Musikverein Bietenhausen noch nie so richtig Glück gehabt. Unter den Dirigenten, die beim Musikverein den Ton angaben, waren auch Anfängerdirigenten darunter. Die Erfahrung solcher Leute für ein Wertungsspiel war gering. Die Selbstwahlstücke spielten eine wesentliche Rolle, um eine Note mit gut oder gar gut bis sehr gut zu erlangen. Aber auch bei den Musikerinnen und Musiker, welche bei solchen Herausforderungen sehr gefragt sind, trotz intensives Proben, kommen bei solchen Auftritten Unsicherheit, Un¬konzentriertheit und anderes mehr vor. Es liegt ganz in der Hand eines Dirigenten, welches Musikstück hierzu geeignet ist, zumal die Besetzung einer kleinen Musikkapelle gegenüber des Selbstwahlstückes sehr oft Not tut. Seit Bestehen des Musikvereins hat man an folgenden Wertungsspielen teilgenommen:

Datum: Ort: Dirigent: 19. Juli 1964 Killer Karl Heck, Rangendingen 12. Juni 1983 Schörzingen Hermann Bächle, Heiligenz. 18. Juni 1989 Dotternhaus. Hermann Bächle, (Marschm) 28. Juni 1992 Geislingen/BL Andreas Reiss, Hirrlingen 08. Juli 2000 Obernheim Bernhard Renner, Seebronn

Teil-Wechsel in der Vorstandschaft im Jahre 2002: Bei der Jahreshauptversammlung am 23. Februar 2002, welche erstmalig im Bürgerhaus in Bietenhausen abgehalten wurde, standen unter dem Punkt 14 der Tagesordnung Neuwahlen der Gesamtvorstandschaft an. Der bisherige Vorsitzende Roland Strie wurde in seinem Amt bestätigt. Zweiter Vorsitzender Hermann Beuter stellte sein Amt zur Verfügung. Zum stellver-tretenden Vorsitzenden hat die Versammlung Richard Kähler gewählt. Siegbert Albus wurde in seinem Amt als Kassierer bestätigt. Die Stelle der Schriftführerin hat Angelika Dehner kommissarisch für 1 Jahr von Susanne Rettig, die dieses Amt 3 Jahre lang ausgeübt hat, übernommen. Zum Jugendleiter wurde Tobias Beuter, zum stellvertretenden Jugendleiter Heidi Wütz bestellt (für Roland Leins, der dieses Amt 3 Jahre inne hatte). Die Stelle der Beisitzer für die aktiven Musiker sind Jürgen Leins und Franz Beuter, für die Beisitzer der passiven Mitglieder Manfred Beiter und Manfred Eberhart besetzt worden. Als Notenwarte wurden Günter Leins und ab Januar 2001 Angelika Dehner damit vertraut gemacht. Das Amt der Kassenprüfer wurde von den bisherigen Prüfern Arnold Albus und Wilhelm Bieger übernommen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 22. März 2003, welche zum zweiten Mal im Bürgerhaus in Bietenhausen abgehalten wurde, stand unter Punkt 13 der Tagesordnung Neuwahl von Schriftführerin und stellvertretendem Vorsitzenden an. Angelika Dehner wurde von der Versammlung einstimmig zur Schriftführerin gewählt, die dieses Amt im Jahr 2002 kommissarisch übernommen hat. Zum stellvertretenden Vor-sitzenden hat die Versammlung Jürgen Leins gewählt, da Vorgänger Richard Kähler aus beruflichen Gründen Bieten-hausen zum 01.06.2003 verlassen hat. Der Posten des frei werdenden aktiven Beisitzers übernahm Günter Leins von Jürgen Leins. Das Amt des Notenwarts übernahm Philipp Beuter und Holger Eggenweiler von Günter Leins und Angelika Dehner.

Dirigentenwechsel im Jahr 2003: Nach 6-jährigem musikalischen Wirken hat Dirigent Bernhard Renner am Dienstag, 17. Juni 2003 bei seiner letzten Musikprobe beim Musikverein Bietenhausen den Taktstock niedergelegt. Sein letzter öffentlicher Auftritt mit den Aktiven des Musikvereins war am Sonntag, 20. Juni 2003 anläßlich der hiesigen Fronleichnamsprozession (und Vertretung für Tony Bächle am Sonntag, 20.07.03 beim Eichenbergpokalturnier in Frommenhausen). Seine offizielle Verabschiedung fand am Donnerstagabend, 24. Juli 2003 ab 21:00 Uhr im Proberaum statt. Bei einem Umtrunk und einem Vesper hat der erste Vorsitzende Roland Strie das 6-jährige Wirken von Bernhard Renner als musikalischen Leiter beim MVB Revue passieren lassen, dankte ihm für sein Engagement und überreichte ihm ein Geschenk des MVB in Form eines kleinen Geschenkkorbes mit Likör-/Schnaps¬fläschen. Somit war die Ära Renner beim Musikverein Bieten¬hausen beendet.

Der Nachfolgedirigent heißt Tony Bächle aus Geislingen. Er dirigiert seit dem 03. Juli 2003 den Musikverein Bietenhausen. Tony Bächle ist der Bruder von Hermann Bächle, der von 1981 bis 1990 Dirigent in Bietenhausen war.

Vorspielnachmittage der Vereinsjugend: Nachwuchsmusiker für den Verein zu werben ist oberstes Ziel des Musikvereins, denn die Jugendlichen sind die MusikerInnen von morgen. Die Vorstandschaft der Musikvereins Bietenhausen hat die Überlegung gewogen, erarbeitetes und gelerntes, das die Jugendlichen mit/durch ihre AusbilderInnen erworben haben, der Öffentlichkeit vorzustellen. So begann man ab dem Jahr 2001 einen Vorspielnachmittag der Jugendlichen am 06. Mai im Bürgerhaus zu veranstalten. Vor großem Publikum, aber auch vor Eltern, Großeltern sowie Vereinsmitgliedern konnten die Jungmusiker ihr Erlerntes zu Gehör bringen. Nachfolgever¬anstaltungen gab es am 05. Mai 2002, am 25. Mai 2003 sowie am 16. Mai 2004.

Gaststätten und Vereinslokale in Bietenhausen: In Bietenhausen gab es immer schon zwei Gast- oder Wirtshäuser. Das Gasthaus zum “Lamm“ aus früherer Zeit hat schon seit 1895 seine Pforten für immer geschlossen. Das Gebäude steht heute noch im Haldenblick Nr. 1 und wird bewohnt. Seit 4 oder 5 Generationen gehörte es den Familien Eberhart. Ein weiteres Haus in der Neue Straße 13 ist vermutlich um 1887/1888 oder 1889 zum Gasthaus zur “Sonne“ ausgebaut und seiner Bestimmung übergeben worden. Ein Anton Häusler war der erste Sonnenwirt. Die verwandtschaftlichen Nachfolge-familien, die den Namen Bieger trugen, haben diese Gaststätte bis zum 30. April 2001 weitergeführt. Der letzte Sonnenwirt war Wilhelm Bieger junior, der heute in der Kleinfelderstraße Nr. 4 in Bietenhausen sein Eigenheim bewohnt. Das Gebäude zur “Sonne“ wurde veräußert im selben Jahr 2001. Ein Käufer aus dem benachbarten Hirrlingen hat das Haus erworben und wird zur Zeit zu einem reinen Wohngebäude umgebaut. Der Schützenverein Bietenhausen e.V. hat das Gasthaus zur “Sonne“ zu seinem Vereinslokal gewählt und seine Jahres-hauptversammlungen und Fasnachtsveranstaltungen u.a. mehr dort abgehalten.

Das Gasthaus zur “Rose“, eine zweite Gaststätte in Bieten-hausen, wurde im Jahr 1904 von Maurer und späteren Gastwirt Johann Waldmann erbaut. Die Gastwirtschaft diente auch als Tanzlokal und vor allem öffentlichen Hochzeiten. Die Wirtschaft befand sich Paterre, der Tanz- oder Hochzeitssaal eine Treppe höher im ersten Stock. Wohl in den 1930er Jahren hat Sohn Franz Waldmann die Gaststätte von seinem Vater Johann übernommen. Es kam der 2. Weltkrieg, Franz Waldmann wurde Soldat. Seine Ehefrau Franziska, geb. Eberhard, führte das Lokal weiter bis zu ihrem frühen Tod 1946. Das Gasthaus zur “Rose“ war von da an gut 3 ½ Jahre geschlossen. Als Franz Waldmann im Dezember 1948 aus russischer Gefangenschaft entlassen war, stand er vor einem Nichts. Er versuchte einen Neuanfang mit aller Kraft. Seine zweite Ehefrau Walburga, geb. Bürkle, aus Höfendorf unterstützte ihren Ehemann wo es nur ging. Im laufenden Jahr 1949 wurde an der Ostseite der Gaststätte ein Festsaal angebaut und mit dem bestandenen Nebenzimmer der Gaststätte mit einem Durchgang verbunden. Im Oktober 1949 konnte das Wirtslokal wieder in Betrieb genommen werden. Von da an waren wieder zwei Gaststätten in Bietenhausen der Öffentlichkeit zugänglich. Viele Tanz-abende , im Rhythmus von zwei Wochen, meistens Sonntags-abend und viele öffentliche Hochzeiten wurden im neu angebauten Saal in den 50er und 60er Jahren abgehalten. Im Februar 1959 starb Gastwirt Franz Waldmann und hinterließ seine Ehefrau und seine Tochter. Im Juni 1959 ist in Bietenhausen eine Musikkapelle ins Leben gerufen worden. Die verantwortlichen der damaligen Vor-standschaft haben das Gasthaus zur “Rose“ als ihr Vereinslokal auserkoren. Jahreshauptversammlungen aber auch Vorstands-sitzungen hat man im Vereinslokal zur “Rose“ abgehalten. Im Jahr 1964 fiel der angrenzende Ökonomietrakt, Scheune und leerstehender Stall, einem Brand zum Opfer. An dieser Stelle wurde ein Wohnhaus erstellt, das der eigenen Nutzung dient. Im Untergeschoß des neu erstellten Wohnhauses gab es einen Raum, der in den 50ern Jahren als Schul- oder Klassenraum genutzt wurde. Nach dessen Auflösung hielt der Musikverein dort Einzug, um seine Probeabende abzuhalten. Im Laufe des Jahres 1981 hat man vom kleinen Proberaum in den Saalbau gewechselt. Die Zahl der aktiven Mitglieder des Musikvereins ist stark angewachsen und aus Platzmangel wurde der Wechsel vollzogen. Im Juli 1984 erkrankte plötzlich die Wirtin Walburga Waldmann. Das Vereinslokal zur “Rose“ wurde daraufhin für immer geschlossen. Der Musikverein durfte auch weiterhin den Saalbau als Proberaum nutzen, aber für eine Einkehr nach der Musikprobe für Speis und Trank selber aufkommen. Es soll noch erwähnt sein, daß zwischen 1970 und 1981 eine in Bietenhausen angesiedelte Textilfirma im Saalbau zur “Rose“ eingemietet war. Als der Saal von der Textilfirma aufgegeben wurde, konnte der Musikverein die Räumlichkeiten vom Saalbau ganz nutzen. Die Miete hat die Gemeinde Rangendingen übernommen, ebenso Strom und Heizung. Seine Fasnachts¬veranstaltungen hat der Musikverein ebenso im Saal abhalten können bis zum Umzug ins neu erstellte Bürgerhaus am 27. April 1995. Als das Vereinslokal geschlossen war, haben auch die Jahreshauptversammlungen im Saalbau stattgefunden, letztmalig am Freitag, 28. Januar 1994. Insgesamt 6 Jahres¬hauptversammlungen des Musikvereins wurden noch im Gast¬haus zur “Sonne“ getätigt. Heutzutage ist im Ortsteil Bietenhausen keine Gaststätte mehr präsent. Lediglich der Schützenverein Bietenhausen e.V. bietet 3-mal wöchentlich seinen Gästen eine Einkehr in ihrem Schützenhaus im Starzeltal.

Wir Gedenken unserer verstorbenen Musiker: Karl Bürkle Gründungsmitglied aktiv 1959 bis 1974 Schriftführer von 1959 bis 1968 passiv ab 1974 verstorben 29.03.1980 Philipp Beuter Gründungsmitglied aktiv 1959 bis 1966 Ausschußmitglied von 1959 bis 1966 passiv ab 1966 Ehrenmitglied ab 1973 verstorben 24.10.1981 Anton Albus 1. Vorsitzender von 1959 bis 1969 Ehrenvorsitzender ab 1970 verstorben 13.08.1985 Alfons Beuter Gründungsmitglied aktiv 1959 bis 1988 1. Vorsitzender von 1969 bis 1987 Ehrenvorsitzender ab 1988 verstorben 09.09.1988 Heinrich Pfister Bittelbronn aktiv 1961 bis 1972 Bietenhausen aktiv 1973 bis 1988 verstorben 24.11.1988 Karl Heck Rangend. Dirigent von 1960 bis 1979 Ehrendirigent ab 1980 verstorben 06.12.1994 Franz Steinmetz Dirigent von 01.06.1959 – Okt. 1960 Verstorben 23.03.1999

Diese Vereinschronik wurde in Zusammenarbeit mit unserem Ehrenvorsitzenden Friedrich Hilsmann erstellt. Schriftführerin Angelika Dehner hat diese bis zum heutigen Tage niederge-schrieben.

Bietenhausen, im Mai 2004 Ehemalige Musikerinnen und Musiker des MV Bietenhausen e.V. und solche, die irgend ein Instrument gespielt haben.

Name: Vorname: Instrument: Wohnort: Adalbert Sybille Klarinette Bietenhausen Albus Dietmar Flügelhorn “ Albus Judith Klarinette “ Albus Nadine Querflöte “ Albus Stephan Tenorh./Bariton “ Albus Tina Trompete “ Albus Xaver Flügelhorn “ Bailer Melanie Klarinette Bietenhausen Beck Gertrud Trompete Grosselfingen Becker Melanie Klarinette Bietenhausen Becker Sieghart Schlagzeug “ Becker Simone Klarinette “ Beiter Michaela Flügelhorn “ Bergfeld Alexander Posaune Tübingen Bernhard Julia Querflöte Hechingen Beuter Adolf Trompete verstorb.Rgd. Beuter Alfons Tromp./Tenorh./Tuba verstorb.Bieten. Beuter Günther Flügelhorn/Tuba Bietenhausen Beuter Jens Posaune “ Beuter Josef d. Anton Flügelhorn “ Beuter Josef d. Martin Tenorhorn verstorb.Bieten. Beuter Heidi Klarinette Bietenhausen Beuter Ludwig Flügelhorn Nordstetten Beuter Matthias Schlagzeug Bietenhausen Beuter Philipp Tuba verstorb.Bieten. Bürkle Karl Trompete verstorb.Bieten. Eberhart Christian Trompete Bietenhausen Eberhart Fabian Posaune “ Eberhard Elisabeth Klarinette Balingen Eberhart Gerhard Schlagw. Becken Bietenhausen Eberhart Jochen Bariton “ Eberhart Josef d. Otto Tuba “ Eberhart Manfred Eshorn/Bariton “ Eberhart Rolf Tenorhorn/Bariton Alabahma/USA Eberhart Walter Tenorhorn/Bariton Bietenhausen Eggenweiler Albin Flügelhorn “ Eggenweiler Hubert Flügelhorn “ Eggenweiler Sabine Klarinette Bietenhausen Grom Irmgard Klarinette Bietenhausen Haid Sabrina Querflöte “ Hilsmann Friedrich Schlagzeug/Tuba “ Hilsmann Ulrich Flügelhorn “ Kähler Richard Tromp./Flügelhorn Göppingen Kaiser Ulrike Querflöte Bietenhausen Kaiser Sabine Klarinette Hechingen Kelm Marion Klarinette Bietenhausen Kessler Carmen Klarinette “ Kessler Fabian Schlagzeug “ Kleinmann Raymond Trompete “ Kleinmann Roland Es-Klar./Tenorsax. Schönaich Klüber Andrea Klarinette Haigerloch Klüber Arnold Tenorhorn Leinf.-Echterd. Klüber Norbert Tenorh./Bariton Bietenhausen Kolb Andrea Klarinette Diaspora Dußl. Kolb Georg Trompete Hch.-Stetten Leins Bruno Es-Horn Bietenhausen Leins Konrad Posaune “ Leins Matthias Es-Horn “ Leins Max Tenorhorn “ Leins Roland Flügelhorn “ Maier Sarah Querflöte “ Pfeffer Josef Tenorhorn Hgl.-Stetten Pfister Carolin Klar./Altsax. Bietenhausen Pfister David Schlagzeug “ Pfister Heinrich Es-Horn/Tromp. verstorb.Bieten. Rettig Bernd Klarinette Bremen ? Rettig Manfred Bariton Bietenhausen Rettig Ulrike Klarinette Tü.-Lustnau Rehm Hermann Es-Klarinette S.-Untertürkh. Schäfer Robert Posaune Rottenburg Schílling Anne Schlagzeug Rangendingen Schmid Adelbert Klarinette Bietenhausen Schmid Franz Flügelhorn Bodelshausen Schmid Heike Trompete Bietenhausen Schmid Isabell Querflöte Bietenhausen Schmid Rudolf/Rudi Tenorh./Tromp. “ Schmid Siegbert Posaune Tübingen Schmid Walter Tenorhorn verstorb. Rgd. Schumacher Andrea Klarinette Bietenhausen Stehle Norbert Klarinette “ Strobel Karl Querflöte/Lyra “ Ströbele Daniela Klarinette Frommenh. Teller Gertrud Klarinette/Lyra Owingen Volk Angelina Klarinette Frommenh. Volk Joline Klarinette Frommenh. Waldmann Albrecht Es-Horn Bierlingen Waldmann Günter Klarinette Bietenhausen Waldmann Hans Tuba Deilingen Waldmann Karl Trompete Deilingen Waldmann Stephan ?? Deilingen Warkall Heinz Trompete Bietenhausen Wolfram Heinz Es-Horn Bietenhausen

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